Besonders schön ist der Anblick des Wipperkottens bei Sonnenuntergang
Der Wipperkotten
ist eine Doppelkottenanlage aus dem
frühen 17. Jahrhundert.
Im kleineren Außenkotten, der Schleiferei, wird heute
noch geschliffen.
Die unscheinbaren Dinge sind oft die
wertvollsten.
Das gilt besonders für das kleine
Fachwerkhaus zwischen Wupperinsel, Weinsberger Bach und Klingenpfad am Rande der
Hofschaft Wippe.
Fachwerk ist hier noch Alltag. Doch
wer hier vorbeigeht, ohne einen Blick hinter die schmale Eingangstür zu tun, hat
viel verpasst.
Erstens den letzten produzierenden
Wupperkotten Solingens. Zweitens die Begegnung mit den letzten Schleifern, die
an wassergetriebenen Schleifsteinen arbeiten. Der schmale Kotten am Wegesrande
ist in Wirklichkeit ein Biotop der frühen Industrie- und Stadtgeschichte, wie es
in Solingen kein Zweites gibt.
Ein Blick ins Innere des Kottens
Gewaltige Zahnräder werden vom
Wasserrad angetrieben, welches hinter der Mauer sichtbar ist
Die Zahnräder sind übrigens aus
Eschenholz gefertigt
Blick auf den Schacht des Wasserrades
Treppen wie wir sie heute kennen, gab
es als der Kotten gebaut wurde noch nicht ,
im engen Durchgang der Obergeschosses
vereinen sich
altes Fachwerk mir neuer Technik (
Stromleitungen, Feuerlöcher ect.)
Liebvoll sind einige Details aus
längst vergangenen Zeiten ausgestellt
Mit solchen Holzschuhen
und den Lieferkörben (der obere,
liegende)
trugen die Leverfrauen damals die
ungeschliffenen Schneidwaren zum Kotten und die geschliffenen zur Fabrik
zurück,
wo diese dann zusammengesetzt
wurden.
alte Solinger Tracht
"Lewerfrau & Schlieper" (
Lieferfrau & Schleifer)
(nun ja so ähnlich hat es zumindest mal ausgesehen, Der Lieferkorb müsste eigentlich viel größer sein)
Dieses Pärchen habe ich mal zu Karneval fotografiert